Wie sich unser (Arbeits-) Leben verändert

November 28, 2017

 

 

Wie sich unser (Arbeits-) Leben verändert

Internet, Smartphones, Roboter – sie beeinflussen unsere Welt. Bei der Arbeit ebenso wie im rivaten. Die Digitalisierung verändert das Leben von uns allen.

Einfache Arbeiten können von Robotern übernommen werden. Kreativität und Sozialkompetenz werden deshalb wichtiger. Also das, was uns zu Menschen macht. Es entstehen neue Berufe, bestehende Jobs verändern sich. Schon heute könnten 50 Prozent der Schweizer Beschäftigten mobil und ortsungebunden arbeiten, 28 Prozent nutzen Home-Office. Ein weiterer Trend ist die Selbstständigkeit. 25 Prozent sind hierzulande Freelancer, Tendenz steigend. Mehr Flexibilität im Job ist gefragt. Sowohl was Arbeitsplatz, Arbeitszeiten und den Geist betrifft. Lebenslange Weiterbildung wird wichtiger denn je.

Durch Digitalisierung und Big Data wird menschliche Arbeit durch Maschinen ersetzt. Dies beginnt beim selbstfahrenden Auto und geht bis zu wissenschaftlichen und kreativen Tätigkeiten. Juristen in Schadenabteilungen oder Betriebswirtschafter in der Marktforschung können durch Algorithmen ersetzt werden. Viele Funktionen im unteren und mittleren Management, auch Finanzberatung oder Wirtschaftsprüfung, werden von Maschinen konkurrenziert. Menschliche Arbeit muss gegenüber diesen rund um die Uhr verfügbaren Systemen einen klaren Mehrwert schaffen. Einerseits, indem sie solche Systeme entwickelt und steuern hilft. Andererseits, indem sie durch hochqualifizierte soziale Interaktion Mehrwert schafft, z.B. durch anspruchsvolle Beratung.

Wenn ich mich in der Zeit der Digitalisierung beruflich verändern und mich auf eine neue Stelle bewerben möchte, wie gehe ich dann vor? Gerade kürzlich wurde in den Medien publik, dass verschiedene, grosse Schweizer Unternehmen bei den Bewerbungen nicht nur auf Bewerberfotos (da diese ein «unbewusstes Denkmuster» bedienen würden) verzichten, sondern auch die Lebensläufe im Bewerbungsprozess anonymisieren. Nicht nur das Foto soll wegfallen, sondern auch Geschlecht, Name oder Alter. In den USA ist das schon länger an der Tagesordnung.

Das heisst, dass wir den Lebenslauf nicht nur so zusammenstellen müssen, dass die gewünschten Keywords den Algorithmus-Test des Computers bestehen, sondern uns nur noch auf Kompetenzen und Skills beschränken. Aber was ist mit den Arbeitszeugnissen und Zertifikaten, die wir (in der Schweiz noch immer) mit der Bewerbung zusammen mitschicken resp. hochladen? Bestehen diese dann den Algorithmus-Test trotzdem noch oder gerade nicht? Was genau möchte mein potenzieller Arbeitgeber von mir wissen? Wenn ich mich auf eine neue Stelle bewerbe, geht es nur darum, den Bewerbungsroboter zu besiegen oder könnte es sein, dass die Arbeitgeber diesbezüglich ihre Denkweise ändern resp. flexibler werden müssen? Kompetenzen und Erfahrung sind wichtig, keine Frage. Aber wo ist dann noch Platz für Kreativität und Sozialkompetenz? Eigenschaften, die gerade im digitalen Zeitalter gefragt sind?

Genau in diesem Bereich unterstützen wir unsere Kunden im Rahmen unseres Bewerbungs-Coaching, damit sie sich in den schnell verändernden, automatisierten Prozessen zurechtfinden und professionell auf dem Arbeitsmarkt auftreten können.

Die Digitalisierung fordert uns ohne Zweifel. Sie eröffnet uns aber auch unzählige Chancen und Möglichkeiten. Nutzen wir sie!

 

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