Das Menschliche muss endlich Platz in der Neuen Arbeit finden!

June 23, 2018

Win Win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmende schaffen.

 

 

Mit der vierten industriellen Revolution steht uns eine Umwälzung der Arbeitsformen ins Haus. Wie schaffen es Arbeitgeber attraktiv zu sein und zu bleiben und wie schaffen es Arbeitnehmende gesund zu bleiben?

 

Neue Arbeitswelten – klingt in den Ohren der Arbeitgeber ein bisschen nach Freizeit. Und nach Investitionen. Trotzdem müssen sie sich damit auseinandersetzen, wenn sie auch in Zukunft als attraktiver Arbeitgeber gelten wollen. Gerade mit der demographischen Entwicklung und dem immer höher werdenden Fachkräftemangel ein sehr aktuelles Thema.
 

Doch braucht ein Arbeitgeber ein farbenfrohes Umfeld mit Rutschbahnen oder geht es mehr um die Infrastruktur und Rahmenbedingungen, die dem modernen Menschen gerecht werden? Der moderne Mensch ist mobil, arbeitet gerne Teilzeit und denkt ab und zu über seine Life-Balance  nach.
 

Eignet sich dazu das Grossraumbüro? Untersuchungen legen offen, dass Arbeiten in solchen Räumen krank machen kann. Und ist es nicht so, dass die angestrebte Kommunikationsverbesserung zur Folge hat, dass nun jeder mit jedem redet und jeder mitbekommt, was ihn gar nicht direkt angeht? An Bedeutung gewonnen haben Kreativräume, die ausserhalb dieser Zonen aufgesucht werden können. Quasi der geschützte Rahmen: das Besprechungszimmer für Vertrauliches, für konzentriertes Arbeiten. Mangelnde Rückzugsmöglichkeiten können Stress verursachen. Gewähren die Vorgesetzten den Mitarbeitenden zusätzlich zu wenig Freiraum, schenken ihnen zu wenig Vertrauen und bringen ihnen nicht genug oder gar keine Wertschätzung entgegen, kann das auch krank machen. 
 

Neue Arbeitsformen wie Homeoffice, Desk Sharing oder flexible Arbeitszeiten werden zunehmend auch als präventive Massnahmen zur Stressreduktion eingesetzt; beispielsweise zur Vermeidung langer Arbeitswege. Professor Heike Bruch und Mitarbeitende der Universität St. Gallen, Institute for Leadership and Human Resources Management, haben eine grosse Befragung unter 19'000 Beschäftigten durchgeführt. Die Auswertung der Daten in Kooperation mit der St. Galler Privatklinik Oberwaid hat gezeigt, dass solche neuen Arbeitsformen auch zur Belastung werden können. Bei einem höheren Anteil von Homeoffice schätzten Mitarbeitende ihre Gesundheit durchschnittlich schlechter und ihre emotionale Erschöpfung höher ein. Persönlichkeitsfaktoren wie Introversion oder Selbstunsicherheit scheinen dies noch zu verstärken. Gesunde Führung hingegen kann negative Auswirkungen kompensieren. Darüber hinaus spielt ein gesundes Arbeitsklima ebenfalls eine wichtige Rolle. Hierbei ist die Zusammenarbeit im Team ebenso entscheidend wie das Verhältnis zwischen Mitarbeitenden und ihren Vorgesetzten. Sind wir also wieder bei einem gesunden Führungsverhalten.
 

«Das Menschliche muss endlich Platz in der Neuen Arbeit finden!»
 

Bereits vor über 30 Jahren formulierte Frithjof Bergmann seine Vision von Neuer Arbeit. Heute trifft diese den Nerv der Menschen mehr denn je. Mit der Umsetzung hapert es allerdings noch gemäss dem berühmten Philosophen.
 

Und wenn wir zum Punkt Investitionen zurückgehen: Gesunder Menschenverstand, Respekt und Menschlichkeit kosten nichts und man kann damit so viel bewirken.
 

Viel Spass bei der Umsetzung!

 

 

 

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