Welche (menschlichen) Kompetenzen braucht die Zukunft?

May 13, 2019

 Oder: Was können wir besser als die Roboter?

 

In Zukunft wird die Ausbildung junger Leute viel flexibler und modularisierter gestaltet sein – ein Berufsabschluss bleibt dabei weiterhin das Ziel. Aber welche Kompetenzen brauchen wir, damit wir uns auch in Zukunft beruflich entfalten und erfolgreich einbringen können?

 

 

Jack Ma, Gründer der Alibaba-Gruppe, hat anlässlich des World Economic Forums Stellung bezogen betreffend den menschlichen Kompetenzen, die (noch) klar im Vorteil sind gegenüber der künstlichen Intelligenz. Gemäss den Aussagen von Jack Ma, könnten unsere Kinder in Zukunft gegen die Roboter «verlieren», wenn wir uns nicht von den Maschinen unterscheiden.

 

Die Roboter könnten bis im Jahr 2030 bis 800 Mio. Jobs übernehmen. Dabei spielt die Bildung eine wesentliche Rolle und Herausforderung. Wenn wir die Art und den Inhalt, wie wir heute an den Schulen unterrichten nicht verändern, werden wir gegen die Maschinen verlieren. Und werden bis in 30 Jahren grosse Probleme haben. Die Art, wie wir heute lehren und den Schulstoff vermitteln, stammt aus den letzten 200 Jahren. Und basiert nur auf Wissen. Wir können unseren Kindern nicht beibringen mit den Maschinen zu konkurrieren. Maschinen sind intelligenter. Wir müssen aufhören, unseren Kindern lediglich Wissen zu vermitteln. Sie müssen etwas Einzigartiges lernen, dann können sie die Roboter nicht einholen. Wir sollten ihnen Folgendes mit auf den Weg geben: Werte, Überzeugung, unabhängiges Denken, Teamwork und Mitgefühl. Und das Alles kann nicht durch reines Wissen erlernt werden.

 

Stattdessen sollten Kinder in den Bereichen: Sport, Musik, Malerei und Kunst unterstützt werden. So stellen wir sicher, dass Menschen anders sind. Alles, was wir lehren, muss sich von Maschinen unterscheiden. Und wenn es die Roboter doch besser können, müssen wir nochmals darüber nachdenken.

 

Selbstkompetenzen und soziale Kompetenzen werden stark an Bedeutung gewinnen, um Ungewohntes und Neues meistern zu können.

 

Es wird auch immer weniger eine Rolle spielen, ob jemand mit 15 Jahren eine Lehre macht oder ans Gymnasium geht. Für die individuelle berufliche Entwicklung werden jungen Menschen zahlreiche Wege offenstehen. Schon heute ist die Dualisierung der akademischen Bildung – also praktische Arbeit während der Ausbildung – in vielen Branchen Realität. Die Ausbildung selbst ist kein Säulentempel mehr, sondern ein Netzwerk, an dem Berufstätige ihr ganzes Leben lang weiterknüpfen. 

Share on Facebook
Please reload

Empfohlene Einträge